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Das Haustier Zwergkaninchen

Vor allem das Zwergkaninchen ist unter Haltern ein sehr beliebtes Haustier geworden.

Zwergkaninchen gibt es heute in vielen verschiedenen Farbschlägen und einigen Rassen. Ein reinrassiges Zwergkaninchen zeichnet sich durch festgelegte Merkmale aus, die vom Europäischen Verband für Geflügel-, Tauben-, Cavia- und Kaninchenzucht in einem Rassestandart festgelegt wurden. Diese standardisierten Merkmale bestimmen, wie ein ideales Zwergkaninchen aussehen sollte. Das Idealbild des Zwergkaninchens besitzt einen walzenförmigen, gedrungenen Körper, mit einem verhältnismäßig großen Kopf (Bollerkopf). Die Stirn ist breit und die Backen sind ausgeprägt. Die Augen des Zwergkaninchens treten hervor und der Hals ist fast nicht erkennbar. Die Ohren sind 4,5 bis 5,5 cm lang und es wiegt 0,7 bis 2 kg. Das Fell des Tieres entspricht den Standartfarben.
Die gezielte Zucht des Zwergkaninchens begann Anfang des 19ten Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde die Verarbeitung des begehrten und wertvollen weißen Winterfelles des Hermelins (Marderart) in der Pelzindustrie verboten. Dadurch wurde das „Polnische Kaninchen“  entdeckt, ein weißes Kaninchen mit roten Augen (Albinoform), das nur die Größe eines normalen Wildkaninchen besaß und dessen Fell sich sehr gut zur Herstellung von Hermelinfellimitaten eignete. Früher lag der Schwerpunkt der Kaninchenzucht eher auf der Produktion von Fellimitaten und Fleisch. Man begann also gezielt mit der Zucht dieser Albinokaninchen für die Pelzindustrie. Von Polen wurde das Polnische Kaninchen dann nach England gebracht, wo die Engländer begannen, daraus die ersten Zwergkaninchen zu züchten. Im englischen Hull wurden 1884 auf einer Ausstellung die Ergebnisse der Zucht unter der Bezeichnung „Polish“ präsentiert.

 

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