KaninchenrassenDie verschiedenen Kaninchenrassen im ÜberblickDer Urahn aller unserer Hauskaninchen, egal ob groß oder klein, ist das Wildkaninchen. Das Wildtier wurde gezähmt und vom Menschen nutzbar gemacht. Durch Auslese und Kreuzung bestimmter Kaninchen durch den Menschen entstanden Tiere, die in ihrem Körperbau und Aussehen mit der Zeit immer mehr von dem Wildtier abwichen. So entstanden nach und nach einige verschiedene Kaninchenrassen. Heute wird allerdings in keiner anderen Sparte der Tierzucht teilweise so planlos vermehrt wie bei den Kaninchen. Das liegt sehr wahrscheinlich daran, dass die Tiere sehr beliebte Haustiere sind, die schnell zu vermehren sind. Allgemein bekannt ist meistens nur, dass man in Zoohandlungen süß wirkende bunte Tiere kaufen kann und in Ställen „Stallhasen“ zum schlachten gehalten werden. Dies ist natürlich nur die weitläufige Meinung. Alle Tiere, die man in Tierhandlungen kaufen kann, sind meistens Mischlinge und stammen von Rassekaninchen aus der Kaninchenzucht ab. Außer dem „Stallhasen zum schlachten“ gibt es folglich noch sehr viele andere Kaninchenrassen, die von Züchtern gezüchtet werden. Kaninchen erlangten erst mit der Industrialisierung um 1870 in Deutschland ihren Bekanntheitsgrad als Nutz- und Haustiere. Am Anfang wurden nur Kaninchenrassen gehalten und gezüchtet, die einen wirtschaftlichen Nutzwert aufwiesen, wie zum Beispiel viel Fleisch oder ein schönes Fell. Die erste Kaninchenrasse, die überhaupt gezielt gezüchtet wurde, war wahrscheinlich wegen seiner Wolle das Angorakaninchen, das zu dieser Zeit „Seidenkaninchen“ genannt wurde. Die ersten fünf Rassen, die 1885 auf einer Ausstellung bewertet und verglichen wurden waren Belgische Riesen, Angora, Französische Widder, Russenkaninchen und Silberkaninchen, von denen einige Rassen heutzutage anders bezeichnet werden. Für sie gab es auch die ersten Bewertungsbestimmungen für Kaninchen. |
|
Kaninchenrassen